Steuer-Horizont (RTC)

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RTC – Grundsteuern: Logik vs. Vernunft

Posted on | August 23, 2010 | No Comments

Trübe Stimmung unter den Länderfinanzministern: Eigentlich wollte man sich am 9. September mit dem Reformvorschlag für die Grundsteuer an die Öffentlichkeit wagen. Aber nun gärt es offenbar so sehr in den Verhandlungen, dass bereits drei Wochen vorher Details nach außen dringen. Die Frage: Wie soll Grundbesitz künftig besteuert werden?

Die drei Südländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen wollen die Besteuerung von Grund und Boden ab 2012 möglichst einfach, pauschal und automatisch gestalten. Ihr Vorschlag: Lage und Ausstattung der Gebäude sind künftig egal, es zählt allein die Gebäudegrundfläche und die Geschosszahl. Pro Quadratmeter werden zwischen zwei und 40 Cent angesetzt, multipliziert mit dem Hebesatz der Gemeinde – und fertig ist die neue Grundsteuer nach dem „Einfach-Modell“.

Dagegen wehren sich die Reformer im Norden: Unter der Federführung Bremens setzen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Berlin auf eine eigene Idee. „Grundsteuer auf Basis von Verkehrswerten“ heißt ihr Modell. Sie wollen einen möglichst realitätsnahen Schätzwert bilden. Grundlagen wären der tatsächliche Kaufpreis und zum Teil existierende Immobiliendaten wie Lage, Grundstücksgröße, Wohnfläche und Baujahr. (focus.de )

Eines können wir jedoch ganz fest erwarten. In Anbetracht der grossen Löcher in den Haushaltskassen, werden wir zukünftig mehr Grundsteuern zahlen.

Da die Grundsteuern auch auf die Miete umgelegt werden, handelt die Regierung entgegen dem offiziellem Ziel: Die Kontrolle über eine gemäßigte Inflation von max. 2%.

Zuletzt sind die Lebensmittelpreise um bis zu 7% gestiegen. Private Haushalte haben horrende Nachzahlungen für Strom zu bezahlen. Mit der zusätzlichen Belastung klingt es unglaubwürdig wenn die offizielle Inflation mit 1,2% angegeben wird.

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