Steuer-Horizont (RTC)

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RTC – Deutschland, Deine Schulden! Chance oder Niedergang?

Posted on | März 3, 2010 | 3 Comments

Es vergeht kaum ein Tag, an welchem nicht von unseren Schulden, unserer Neuverschuldung oder dem Haushaltsdefizit gesprochen, diskutiert, oder dieses verdammt wird.

Die Verunsicherung der braven Bürger ist groß und wird täglich größer.

Die Politiker, unsere Staatsdiener, sehen keinen Ausweg und schieben sich gegenseitig die Schuld (von Schulden) zu.

Gibt es wirklich keinen Ausweg und muss das System tatsächlich irgendwann kollabieren?

Zur Ist-Situation:

Die Haushaltsaufzeichnungen unseres Staates beinhalten einen großen Widerspruch. Der Haushalt unseres Staates beruht auf Einnahmen- Ausgabenrechnung des jeweiligen Haushaltsjahres. Es gibt keine Bestände.

Aber die Schulden sprich das Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben des Jahres werden auf neue Rechnung fortgeführt. Wie sollte das auch anders gehen.

Die Schulden sind gemacht.

Da hier auch kein Weg vorbeiführt, muss man evtl. doch Bestände führen.

Was bedeutet das?

Jeder Unternehmer muss eine Jahresrechnung abliefern ( Gewinn- und Verlust)und eine Bestandsrechnung ( Bilanz ) fortführen. Hierin werden alle Vermögenswerte aufgeführt.

So ist es dann auch möglich, dass ein Unternehmen hochverschuldet ( also mit viel Fremdkapital ausgestattet) ist und trotzdem hochprofitabel und der Abbau der Verbindlichkeiten langfristig sehr wahrscheinlich ist.

Genauso ist es aber auch möglich, dass hohe Anlagewerte aber so gut wie keine Schulden ( Verbindlichkeiten ) vorhanden sind.  Es besteht aber auch keine Profitabilität, also Gewinne werden nicht mehr ausgewiesen ( weil z.B. die Produkte veraltet sind) und es ist nur eine Frage der Zeit , wann die Vermögenswerte aufgebraucht sind.

Was bedeutet das für unseren Staatshaushalt?

Zunächst einmal müsste man die Vermögenswerte auflisten und bewerten, um ebenfalls eine Bilanz erstellen zu können und den tatsächlichen Verschuldungsgrad zu ermitteln.

Natürlich ist das nicht so einfach. Wer kann schon beispielsweise zweifelsfrei belegen, was der Kölner Dom für einen Wert darstellt?

Sicherlich kann sich aber jeder vorstellen, dass hier ein enormes Vermögen zusammenkommt. Stellt man nun die Verbindlichkeiten ( Schulden ) gegenüber, sind diese ein Bruchteil dessen.

Wir können aufatmen, es ist gar nicht so schlimm!!

Aber halt, jetzt geht es noch um die Profitabilität.

Welche Produkte hat der Staat, wo kommen die Erträge her und welche Ausgaben stehen diesen gegenüber.

Tja das ist doch ganz einfach. Das haben wir doch heute schon.

Weit gefehlt. Wir sind davon abhängig, dass die Steuereinnahmen – Gott gewollt-reinkommen. In welcher Höhe, das ist immer die kritische Frage. Und hier muss man die Steuereinnahmen kritisch unter die Lupe nehmen.

Welche Steuereinnahmen gibt es und wie nachhaltig und langfristig und zuverlässig sind diese? Und vor allem, sind diese steuerbar und planbar?

Und an diesem Punkt merkt man, dass genau hier das kurzfristige Denken nichts taugt.

Die Einnahmen aus Lohnsteuer taugen nur dann was, wenn diese auch steigen. Geht man von fallender LST aus, funktioniert alles nicht. Es sei denn, diese wäre auf eine Senkung des Steuersatzes zurückzuführen.

Ist dies nicht der Fall, bedeutet das weniger Einnahmen der Bürger, evtl. höhere Arbeitslosenquote, was doppelt wehtut, oder einfach weniger Bruttosozialprodukt.

Die Frage der Mehrwertsteuereinnahmen ist hiermit eng verknüpft. Die Konsumentensteuer fällt nur an, wenn konsumiert wird. Konsumiert kann nur werden, wenn genügend Geld in der Börse verbleibt.

Die Mineralölsteuer ist langfristig absolut fraglich, da wir ja gleichzeitig den Benzinverbrauch drosseln sollen und müssen. Das gilt auch für die Tabaksteuer.

Tja und wie wäre das Ganze zu steuern?

Mit gezielten Förderungen!!!

Das ist die Antwort.

Alle Subventionen müssen auf den Fragetisch und auf Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Und zwar nicht aus der Sicht, wie viele Arbeitslose habe ich, wenn ich das fallen lasse, sondern wie viele Arbeitsplätze habe ich, wenn ich das fördere und zwar auf Dauer.

Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden und neue aufgebaut.

Ein neuer Markt muss sich nach einem bestimmten Zeitraum selbst tragen, sonst ist er nicht lebensfähig. Hierzu gehört z. B. auch die Solarbranche.

Die Subvention war richtig, ist aber jetzt nicht mehr notwendig.

Die Industrie wehrt sich natürlich dagegen, es ist so schön noch so etwas obendrauf zu packen.

Aber wir haben genügend neue Möglichkeiten, die unbedingt gefördert werden müssen, da hierfür im privaten Bereich ( und die meisten Neuentwicklungen kommen aus dem Mittelstand) einfach nicht genügend Mittel vorhanden sind.

So gibt es z. B. eine kleine aber feine Firma, die einen Mutterboden entwickelt hat, der nur etwa ein Siebtel des Wasserbedarfs bei gleichem Pflanzenertrag benötigt.

Susanne Klatten hat das auch schon entdeckt und sich mittlerweile beteiligt!

Wir Deutschen haben wirklich genügend Einfallsreichtum und Initiative, für ständige

Neuschaffung von Produkten und somit Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und neuen Steuereinnahmen.

Hierfür müsste jeweils eine Investitionsrechnung mit Markteinschätzungen erstellt werden und dann eben diese gezielt gefördert werden. Aber dann eben auch wieder eingestellt werden und zwar nach einem vorher bestimmten Zeitraum.

Hierfür lohnt es sich Schulden zu machen. Denn durch zukünftige Steuereinnahmen, fließen diese wieder reichlich zu.

Hierdurch würde Werterhalt betrieben und kein Ausverkauf der Werte.

Ähnliches gilt für unser Bildungssystem.

Es gibt nicht genügend Lehrer.

Unfassbar.

Wie sollen dann unsere Kinder in der Lage sein, auch zukünftig solche Innovationen zu entwickeln?

Fazit: Der angehäufte Schuldenberg ist eine Sache, die Vermögenswerte eine Zweite und die Ergebnisrechung eine Dritte. Der Schuldenberg ist vernachlässigbar, wenn die beiden anderen Punkte stimmen.

Solange nachhaltig in die Zukunft investiert wird, wird es gut laufen.

Wird es hier aber kein Umdenken geben, dann Gnade uns Gott oder wer auch immer.

Leider befürchten wir, dass unsere Staatsdiener nicht genügend Mut haben, hier etwas gravierend Neues ( was aber gar nicht so neu ist, da die Industriebetriebe nur so wirtschaften) zu initiieren.



Comments

3 Kommentare to “RTC – Deutschland, Deine Schulden! Chance oder Niedergang?”

  1. Falke
    März 4th, 2010 @ 11:05

    Deutschland hat keine Schulden. Die BRD GmbH ist mit 1,6 Billionen verschuldet, doch was macht das schon. Der Verlust für den deutschen Steuerzahler beträgt lediglich die Einlage von 25 Tsd. Euro.
    Das kann alles hier nach gelesen werden:
    http://brd-schwindel.com/welchen-zweck-hat-die-brd-gmbh/

  2. uberVU - social comments
    März 15th, 2010 @ 00:48

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  3. Tsunami by Stuttmann | Politics Cartoon | TOONPOOL | Earthquake | News, Shopping, Jobs, Games, Health & News
    März 16th, 2010 @ 19:23

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